Glossar mit wichtigen Fachbegriffen aus der Welt der Bilderkennung

Lexikon - wichtige Fachbegriffe aus Bilderkennung und IT

Sie möchten wissen, was ein spezieller Begriff aus der Welt der Softwareentwicklung oder IT wirklich bedeutet? Im lesenswerten Lexikon finden Sie die verschiedensten Begrifflichkeiten der Softwareentwicklung und industriellen Bilderkennung verständlich erklärt. Es kann immer vorkommen, dass die Bedeutung eines Wortes oder Begriffes auch gar nicht bekannt ist – genau hier bietet unser Lexikon schnelle Hilfe und liefert die gewünschten Antworten.

Software- und IT-Wissen von A bis Z

Das Lexikon von Optimum bietet Ihnen Antworten zu spezifischen Begriffen, gibt Definitionen und Erläuterungen zu den wichtigsten Fachbegriffen aus der Welt der IT und Softwareentwicklung.

Die OPTIMUM datamanagement solutions GmbH aus der Technologieregion Karlsruhe setzt auf ein starkes Team mit großem Know-how, das seit 20 Jahren individuelle Softwaresysteme und IT-Lösungen für mittelständische Unternehmen und große Konzerne entwickelt. Eine der neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der optischen Produkterkennung und Bildverarbeitung ist der „Schlaue Klaus“ – ein digitaler Kollege, der Mitarbeiter in der Logistik an allen Fronten unterstützt.

AIM-D E.V.

Der AIM-D e.V. ist der lokale Verband des Industrieverbandes für Automatische Identifikation (AutoID), Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation. Dieser ist zuständig für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ziel des Verbandes ist die Förderung der Entwicklung und Anwendung der AutoID-Technologien. Dazu zählen Kennzeichnung, Identifikation und die automatische Datenerfassung unter Einsatz von Barcode, Matrix Code, RFID und Sensorik. AIM-Experten unterstützen die Entwicklung weltweiter Standards, um die Verbreitung der AutoID-Technologien und die globale Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Anbieter in den Branchensegmenten Handel, Aviation, Automotive, Transport, Verkehr und Gesundheit zu fördern.

Automatische Bilderkennung

Die automatische Bilderkennung gehört zum Bereich der Mustererkennung und ist somit ein Teilgebiet der Bildverarbeitung. Hier unterteilt ein Bilderkennungsystem automatisch Objekte in einem Bild und weist ihnen eine symbolische Beschreibung zu. Anders als in der Musteranalyse werden hier Zusammenhänge der einzelnen Objekte nicht überprüft.

Barcode-Erkennung

Der Begriff Barcode-Erkennung beschreibt das Einlesen eines sogenannten Barcodes (zu Deutsch: Strich- oder Balkencode) mittels eines Barcodelesegerätes, wie (Hand-)Scanner oder Kamera. Ein Strichcode besteht aus parallelen vertikalen Strichen und Lücken, die in der Breite variieren. Weitreichend bekannt sind die Handelsstrichcodes EAN, UPC, IAN, JAN. Durch ein optoelektronisches Verfahren ist eine Maschine in der Lage, diese Codes einzulesen und zu verarbeiten. Der Begriff Code steht in diesem Fall nicht für eine Verschlüsselung, sondern für die Darstellung von binären Symbolen.

Berührungsloses Messen

Der Begriff berührungsloses Messen stammt aus dem Teilbereich der Qualitätssicherung. Hier unterziehen Unternehmen ihre Waren im Laufe des Produktionsprozesses mehreren Messungen. Mittels Bilderkennung ist ein berührungsloses Messen möglich, welches eine beschädigungsfreie Kontrolle – auch bei sehr empfindlichen Produkten ­– gewährleistet. Dank der berührungslosen Methode steigt die Geschwindigkeit einer Messung deutlich an, da das Greifen jedes einzelnen Warenstücks nicht mehr nötig ist.

Bilderkennung

Der Begriff Bilderkennung beschreibt ein Teilgebiet der Mustererkennung und ist somit eine Disziplin der Bildverarbeitung. Mittels der Bilderkennung werden Objekte in einem Bild unterteilt und diesen eine symbolische Beschreibung zugewiesen. Im Gegensatz zur Musteranalyse findet hier keine Überprüfung auf Zusammenhänge der einzelnen Objekte statt.

Bilderkennungssoftware

Mittels Bilderkennungssoftware ist ein System in der Lage, bestimmte, zuvor festgelegte Merkmale in einem Bild zu erkennen. Als Teilgebiet der Mustererkennung und der Bildverarbeitung kommt die Bilderkennungssoftware in der Industrie zum Einsatz, um eventuelle Fehler bei Produkten zu finden und somit die Produktionsqualität zu erhöhen und die Retourenquote möglichst gering zu halten. Merkmale wie beispielsweise Konturen, Farbwerte, Anzahl und Position lassen sich mit einer Bilderkennungssoftware ebenfalls sicher überprüfen.

Bildverarbeitungssoftware

Eine Bildverarbeitungssoftware dient zur digitalen Analyse von Bildern. Sie erkennt unter anderem Form, Farbe, Größen und Mengen. Als Einsatzgebiet solcher Software zur Bildverarbeitung gilt auch die Qualitätssicherung. Hier erfasst eine Kamera Waren, um diese mittels Software im Anschluss auf Fehler oder Beschädigungen zu überprüfen. Eine Bildverarbeitungssoftware dient zur reinen Verarbeitung der Bilder und ist keine Bildbearbeitungssoftware, die bei der Manipulation von Bildmaterial eingesetzt wird.

Bildverarbeitungssysteme

Bildverarbeitungssysteme sind ein probates Mittel in der automatisierten Fertigung, der Robotersteuerung sowie der Qualitäts- und Prozesskontrolle in einem Unternehmen. Dank Bildaufnahme mittels Scanner oder Kamera kann die maschinelle Bilderverarbeitung Eigenschaften von Objekten überprüfen, vergleichen, vermessen und verifizieren. Weitere Einsatzgebiete sind unter anderem die Fernerkundung, die Medizin-, Sicherheits- und Verkehrstechnik.

CAQ Software

Die Abkürzung CAQ steht für computer-aided quality assurance (zu Deutsch: computergestützte Qualitätssicherung) und ist ein Teilbereich des Qualitätsmanagements. Ziel ist es, alle qualitätsrelevanten Daten eines Fertigungsprozesses zu speichern, dokumentieren und archivieren. Mithilfe automatisierter Einrichtungen wie Analyseinstrumente, Zähler und Sensoren begleitet die CAQ-Software den Materialfluss von der Prüfung des Wareneingangs über die Fertigung bis zur Prüfung des fertigen Produkts.

Cyber-physische Systeme

Cyber-physische Systeme (CPS) sind im hohen Maße komplexe, vernetzte Systeme, die drahtgebunden oder drahtlos – meist über das Internet –miteinander kommunizieren. Ein Cyber-physisches System verfügt über eine eingebettete Software, die mittels Sensoren und Aktoren Daten erfasst, speichert und auswertet. CPS zeichnen sich dadurch aus, dass sie untereinander sowie global vernetzt sind und somit auf weltweit verfügbare Daten und Dienste zurückgreifen können. Dank der CPS können informatische, softwaretechnische Komponenten mit mechanischen und elektronischen Komponenten kommunizieren. Die Kommunikation mit einem Menschen findet über sogenannte Mensch-Maschine-Schnittstellen statt.

Datenbank

Der Begriff Datenbank, synonym auch als Datenbanksystem bezeichnet, beschreibt ein System zur elektronischen Datenverwaltung. Ziel ist es, große Mengen an Daten effizient, konsistent und dauerhaft zu speichern. Ein sogenanntes Datenbankmanagementsystem (DBMS) stellt benötigte Teilmengen der gespeicherten Daten bedarfsgerecht dem Benutzer oder einer Anwendung zur Verfügung – auch mandantenabhängig. Das DBMS verwaltet das Lesen und Schreiben der Daten in die Datenbank, mittels einer spezifischen Datenbanksprache. Die wohl bekannteste Datenbanksprache ist die Structured Query Language (SQL) für relationale Datenbanksysteme.

Datenbankentwicklung

Der Begriff Datenbankentwicklung beschreibt den professionellen Prozess der Planung und Entwicklung von Datenbankanwendungen. Ziel ist eine redundanzfreie, konsistente und sichere Datenspeicherung.

Eine Datenbankanwendung besteht aus zwei Komponenten: Die Speicherung von Informationen erfolgt in Form von gebündelten Datensätzen (die sogenannten Records) in die eigentliche Datenbank, die mittels eines Datenbankmanagementsystems (DBMS) verwaltetet wird.

Das DBMS dient gleichzeitig als Schnittstelle zu den Anwendungsprogrammen und verarbeitet die Ein- und Ausgaben.

Distanzmessung

Der Begriff Distanzmessung beschreibt das Verfahren zur Vermessung einer Entfernung zwischen – in der Regel – zwei Objekten. Das System zur Distanzmessung erkennt mittels seiner Hardware (Objektiv) die Position eines Objektes. Durch Referenzwerte ist so der Abstand zwischen Objektiv und Objekt einfach zu berechnen.

DRM

Die Abkürzung DRM steht für Digital Rights Management (zu Deutsch: digitales Rechtemanagement) und stellt ein Verfahren zur Kontrolle der Nutzung und Verbreitung digitaler Medien dar. Zur Anwendung kommt DRM in den Bereichen digitaler Film- und Tonaufnahmen, Software sowie digitaler Dokumente, wie elektronische Bücher. Ziel ist es, die Verwertungsrechte an Bild-, Ton- und Videoaufnahmen zu schützen. Mittels einer kryptografischen Verschlüsselung ist ein digitaler Inhalt eindeutig an eine Lizenz gebunden. Ein weiteres Verbreiten ist möglich, ein Zugriff auf den Inhalt jedoch nicht. Da es keine standardisierte Definition von DRM-Systemen gibt, existieren zahlreiche unterschiedliche Systeme auf dem Markt.

Etikettenprüfung

Der Begriff Etikettenprüfung beschreibt einen Vorgang der Warenausgangskontrolle und stellt somit einen Teilbereich des Qualitätsmanagements dar. Hier gilt es, mittels Bilderkennung, verschiedenste Merkmale eines Etiketts zu überprüfen. Die optische Kontrolle ermöglicht unter anderen die Überprüfung von Barcode-, 2D-Code- und Klartext-Etiketten auf Vollständigkeit, Fehlerfreiheit, Farbwerte und richtiger Positionierung.

Fehlererkennung

Der Begriff Fehlererkennung beschreibt einen Prozess aus der Qualitätssicherung. Im gesamten Produktionsprozess ist es notwendig, Fehler, die durch Fertigungsmaschinen entstanden sind, rechtzeitig zu erkennen. Hier stellen sich öfter Ungenauigkeiten ein, die sich mittels Bilderkennung sofort identifizieren lassen. So ist ein automatisches Nachjustieren der Maschinen oder – bei Bedarf – ein sofortiges Stoppen der gesamten Produktion möglich.

Industrie 4.0

Der Begriff Industrie 4.0 bezeichnet ein innovatives Zukunftsprojekt der Deutschen Bundesregierung und ist ein Bestandteil ihrer angestrebten Hightech-Strategie. Ziel ist es, klassische Industriezweige, wie etwa die Produktionstechnik, zu informatisieren. Erreicht werden soll dies durch ein Cyber-physisches System, welches informatische und softwaretechnische Komponenten mit mechanischen und elektronischen Teilen, über eine Dateninfrastruktur, wie zum Beispiel das Internet, verbindet. Als technologische Grundlage zählt das „Internet der Dinge“. Es bezeichnet die Verknüpfung von eindeutig identifizierbaren physischen Dingen mit einer Internet-ähnlichen Struktur. Das Internet der Dinge besteht demnach nicht nur aus Menschen, sondern auch aus Objekten.

Industrielle Bildverabeitung

Der Begriff industrielle Bildverabeitung beschreibt die Untersuchung auf vorher definierte Merkmale oder Verhältnisse von Produkten, Waren oder Bauteilen. In den meisten Fällen werden Systeme zur industriellen Bildverarbeitung in Produktionsanlagen als automatisierte, digitale Kontrollsysteme eingesetzt und sind somit ein Mittel der Qualitätssicherung. In der Regel besteht ein solches System aus einer Kamera, einem Beleuchtungssystem sowie einem Computer und der Bildverarbeitungssoftware. Ziel ist es, die visuelle Intelligenz des Menschen zu automatisieren und berührungslose Mess- und Prüfaufgaben durchzuführen.

Inline-Inspection

Der Begriff Inline-Inspection beschreibt ein spezielles Prüfverfahren in der Qualitätskontrolle und stellt somit einen Teilbereich des Qualitätsmanagements dar. Der Vorteil einer Inline-Inspection ist die berührungsfreie Prüfung von Waren während eines laufenden Prozesses. Somit ist eine Unterbrechung beim Produktionsprozess unnötig; die Inline-Inspection ist daher ein sehr kosteneffizientes Prüfverfahren.

Integrated Industry

Der Begriff Integrated Industry ist auch ein Fachwort für Industrie 4.0. Ziel dieses innovativen Zukunftsprojektes ist die Informatisierung klassischer Industriezweige, wie etwa die Produktionstechnik. Die Idee dahinter ist die Vernetzung von Mensch, Maschinen, Prozessen und beispielsweise einem Werkstück. So gibt das Werkstück automatisch Informationen über seine Weiterverarbeitung an eine Maschine weiter und die Produktionsprozesse können vollautomatisch ablaufen. Mit dem Abstimmen aller produktionsrelevanten Prozesse kann ein Unternehmen bis zu 30 Prozent Energie einsparen.

Intelligente Bildverarbeitung

Der Begriff intelligente Bildverarbeitung bezeichnet ein Verfahren der Qualitätskontrolle in der Industrie. Hier findet eine Kombination von industrieller Bildverarbeitung und Datenbankmanagement-System statt. Am Anfang steht das sogenannte „Einlernen“: Mit der Bilderkennung werden Muster von Musterteilen erkannt und in die Datenbank gespeichert. Nun ist die Software des Bildverarbeitungssystems in der Lage, im laufenden Produktionsprozess Teile mit den im System hinterlegten Mustern zu vergleichen und zu erkennen.

Lagerhaltung

Der Begriff Lagerhaltung beschreibt die Aufbewahrung von Materialien und Produkten aus Produktion und Logistik und ist ein wichtiger Teilbereich der Materialwirtschaft. Ziel ist es, mittels beabsichtigter Unterbrechung des betrieblichen Materialflusses, einen Puffer an Materialbestand zu bilden. Dieser Zwischenspeicher dient zum Beispiel dazu, einen stabilen Materialfluss zu gewährleisten, auch wenn Mengen im Einkauf und Verkauf im Missverhältnis stehen. In diesem Fall kompensieren Waren aus dem Lager das fehlende Material und verhindern somit den Abriss der Produktionskette.

Logistik

Die Logistik befasst sich als ganzheitliches Konzept mit der Planung, Gestaltung, Steuerung, Koordination und Kontrolle von Maßnahmen und Instrumenten zur Gewährleistung eines optimalen Personen-, Wert-, Material-, Energie- und Informationsflusses. So ist die Logistik dafür verantwortlich, dass die richtigen Waren und Güter in einer adäquaten Material- und Verarbeitungsqualität zum richtigen Zeitpunkt am Bestimmungsort eintreffen.

Mengenerfassung

Der Begriff Mengenerfassung beschreibt eine Disziplin des Qualitätsmanagements und stellt einen Teilbereich im Rahmen der Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle dar. Mittels Bilderkennung findet eine sequenzielle oder parallele Erfassung von Warenmengen statt. Hierbei gilt es, entweder Waren auf einem Fließband nacheinander zu zählen oder alle im Blickfeld einer Kamera befindlichen Teile, parallel zu erfassen. Somit ist stets eine fehlerfreie Lagerhaltung sichergestellt.

Mensch-Maschine-Schnittstelle

Eine Mensch-Maschine-Schnittstelle oder auch Benutzerschnittstelle dient zur Mensch-Maschine-Interaktion in einem Mensch-Maschine-System (MMS). Mittels einer Benutzerschnittstelle kann ein Mensch mit einer Maschine in Kontakt treten. So sind Benutzer in der Lage, Maschinen zu bedienen, bereitgestellte Informationen (das sogenannte „Feedback“) – per Software über ein Visualisierungssystem – einzusehen und gegebenenfalls in einen Prozess einzugreifen. Benutzerschnittstellen werden in zwei Gruppen unterteilt: Die Befehlsgeber, wie zum Beispiel Knöpfe, Pedale und Hebel und die Signalgeber, beispielsweise in Form von Lampen, Tachometer oder Sirenen.

Messdatenverwaltung

Heutzutage sind Unternehmen in der Lage, dank moderner, effizienter und leistungsstarker Hard- und Softwarelösungen in kürzester Zeit eine Unmenge an Messdaten zu erfassen. Die Messdatenverwaltung ist dafür zuständig, mittels dieser Flut an zentral oder dezentral gespeicherten Daten – ohne zeitliche Verzögerung – auswertbare Informationen zur Verfügung zu stellen. Nur eine effiziente Speicherung, mittels leistungsfähiger Software, gewährleistet ein schnelles und einwandfreies Auffinden und Austauschen der Daten.

Mooresches Gesetz

Der Begriff Mooresches Gesetz bezeichnet eine, von Gordon Moore 1965 formulierte, Gesetzmäßigkeit zur Komplexität von Schaltkreiskomponenten. Nach Moore verdoppelt sich die Anzahl integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten alle 18 Monate. Gemeint sind die Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip. In diesem ungefähren Rahmen legt die Halbleiterindustrie heutzutage ihre Entwicklungspläne auf mehrere Jahre hin fest. Intel, Weltmarktführer in der Halbleiterindustrie mit Sitz in Santa Clara (USA), sagt die Gültigkeit des Mooreschen Gesetzes bis mindestens 2029 voraus. Erst dann sei eine fundamentale Grenze erreicht.

Oberflächenkontrolle

Der Begriff Oberflächenkontrolle beschreibt einen Bereich der Qualitätskontrolle. Meist am Ende eines Fertigungsprozesses werden mittels eines Bilderkennungssystems die Oberflächen der Werkstücke auf Fehler, Beschädigungen, Form oder Verformungen überprüft. Gerade im Bereich sehr empfindlicher Oberflächen ist das berührungslose Erfassen von Informationen mittels einer Kamera sinnvoll. Die Oberflächenkontrolle befasst sich ausschließlich mit der sichtbaren Hülle eines Objekts – Eigenschaften oder Defekte im Inneren sind nicht Gegenstand der Überprüfung.

Oberflächenprüfung

Der Begriff Oberflächenprüfung beschreibt einen Teilbereich der Qualitätskontrolle. In der Regel wird zum Ende eines Fertigungsprozesses mittels Bilderkennung die Oberfläche eines Werkstücks auf Mängel, Beschädigungen, Form oder Verformungen kontrolliert. Im Bereich sehr empfindlicher Oberflächen spielt das Verfahren des berührungslosen Erfassens von Informationen mit einer Kamera sein volles Potenzial aus. Die Oberflächenprüfung betrifft nur die sichtbare Hülle eines Objekts – Prüfung auf Mängel, Fehler oder Zustände im Objektinneren sind nicht Aufgabe dieser Kontrolle.

Optische Prüfsysteme

Optische Prüfsysteme sind Komplettsysteme für die Bildverarbeitung, die aus mehreren Komponenten bestehen. Dazu zählen die Rechnereinheit, die Bildverarbeitungssoftware, eine bedarfsgerecht produzierte Sondermaschine und der optische Sensor der Kameraeinheit. Optische Prüfsysteme sind in der Lage, vollautomatisch Merkmale von Waren oder Werkstücken zu erfassen und analysieren. Mittels der Bildverarbeitungssoftware ist das Prüfsystem im Stande, Fehler zu erkennen und nach bestimmten Vorgaben zu reagieren. Beispielsweise kann dies eine einfache Fehlersignalisierung sein oder ein kompletter Stopp eines Produktionsprozesses.

Optotechnologie

Die Optotechnologie ist ein Technologiezweig, welcher die gesamten Technologien zur Erzeugung, Verstärkung und Nutzung von Licht umfasst. Der Markt mit jährlich 10-prozentiger Zuwachsrate hat ein Volumen von weltweit über circa 100 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist auf vielen Gebieten der optischen Technologien Weltmarktführer, so stehen über 15 Prozent der Arbeitsplätze in der Industrie mit optischen Technologien im Zusammenhang.

PDM

Die Abkürzung PDM steht für den Begriff Produktdatenmanagement und beschreibt ein Konzept zur Speicherung, Verwaltung und Bereitstellung von Daten und Dokumenten einer Produktentwicklung. Ziel ist es, Produktdefinitionen, repräsentierende und präsentierende Informationen – für den Prozess Markteinführung – eines Produkts zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Vorteil des Produktdatenmanagements ist die Unterstützung weiterführender Produktentwicklungen, die dadurch schneller und effizienter zu steuern sind.

Pick-by-Light

Der Begriff Pick-by-Light beschreibt ein belegloses Verfahren in der Kommissionierung, die sogenannte Lichtkommissionierung. Entgegen herkömmlicher Verfahren kommen hier keine Kommissionier- oder Picklisten zum Einsatz, sondern Blickfangleuchten und alphanumerische Anzeigen am Entnahmefach. Diese zeigen dem Kommissionierer, aus welchem Fach (Blickfangleuchte) er eine bestimmte Anzahl (alphanumerische Anzeige) an Produkten entnehmen soll. Mittels eines Quittierknopfs bestätigt der Mitarbeiter die Entnahme und das Lagerverwaltungssystem bekommt die Bestandsänderung in Echtzeit gemeldet.

Pick-by-Vision

Der Begriff Pick-by-Vision beschreibt ein visionäres, innovatives und belegloses Verfahren in der Kommissionierung durch die Verwendung einer Datenbrille. Hier kommen weder herkömmliche Kommissionier- oder Picklisten zum Einsatz, sondern der Mitarbeiter bekommt die Anweisungen direkt in seinem Blickfeld angezeigt. Durch das sogenannte Head-Mounted Display stellt das Kommissioniersystem alle relevanten Informationen, wie Entnahmefach, Artikel und die zu entnehmende Menge, zur Verfügung. Diese werden dem Kommissionierer – unter Einbeziehung von Standortposition, Uhrzeit und jeweiligem Blickfeld – kontextabhängig angezeigt.

Pick-by-Voice

Der Begriff Pick-by-Voice beschreibt ein belegloses Verfahren in der Kommissionierung, die sogenannte Sprachkommissionierung. Entgegen etablierter Vorgehensweisen kommen hier keine Kommissionier- oder Picklisten zum Einsatz. Der Kommissionierer bekommt seine Anweisungen vom Kommissioniersystem mittels Sprachausgabe. Der Mitarbeiter bekommt das Entnahmefach angesagt und nach einer Bestätigung durch den Kommissionierer (meist die Nennung einer Prüfziffer oder eines Prüfbuchstabens), die benötige Anzahl der zu entnehmenden Waren. Mittels festgelegter Schlüsselwörter bestätigt der Mitarbeiter die Entnahme. Alle vom Kommissionierer vorgenommenen Spracheingaben werden von einer Spracherkennung für den Rechner übersetzt.

PLM Software

Der Begriff PLM Software steht für Product-Lifecycle-Management beziehungsweise Produkt-Lebenszyklus-Management Software. Ziel ist die lückenlose Integration sämtlicher Informationen, die im kompletten Lebenszyklus eines Produktes anfallen. Eine PLM Software ist für die Aufzeichnung und Verwaltung der anfallenden Daten zuständig. Der Vorteil für Unternehmen, die eine PLM Software einsetzen, ist die verbesserte Kontrolle der diversen Prozesse und die Transparenz von Aufwänden und Erträgen. Dabei ist eine ganzheitliche PLM Software für die Prozesse der Konstruktion (CAD), der Berechnung (CAE), der Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme, der Verkaufsplanung, des Verkaufs, der Vertriebslogistik, des End-of-Life-Managements und der Service- und Recyclingfragen zuständig.

Produktdaten-Managementsystem

Zur sicheren Speicherung und Bereitstellung von Produktinformationen werden Produktdaten-Managementsysteme (PDMS) verwendet. Sie dienen in Unternehmen zur Optimierung von Prozessen in der Produktentwicklung und helfen so bei Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen. Hier gewährleistet eine strukturierte Archivierung der Produktinformationen eine immens kurze Aus- und Eingabezeit. Die Wiederverwendung von unter anderem Plänen, Berechnungen und Komponenten verkürzt in hohem Maße die Entwicklungszeit und gleichzeitig die gesamte Produkteinführungszeit. Die Vermeidung zuvor auftretender Fehler steigert zudem die Produkt- und Prozessqualität eines Unternehmens.

Produktidentifikation

Der Begriff Produktidentifikation beschreibt ein Verfahren, welches in vielen Bereichen zur Anwendung kommt. Mit unterschiedlichen Systemen lassen sich markante Merkmale, wie unter anderem Form, Farbe, Gewicht oder dank einer Codierung auch Barcodes, 2D-Codes und RFID-Chips mit Informationen aus einer Datenbank abgleichen. So ist eine eindeutige Identifikation der Produkte, Waren, Teile oder Baugruppen möglich. Eine solche Produktidentifikation kommt meist in der Wareneingangskontrolle und der Warenausgangskontrolle zum Einsatz.

Qualitätssicherung

Der Begriff Qualitätssicherung beschreibt die Summe aller kontinuierlichen, geplanten und systematischen Maßnahmen im Bereich Qualitätskontrolle, um eine stetige und optimale Produkt- und Prozessqualität zu erreichen und zu gewährleisten. Qualitätssicherung findet meist sowohl durch Eigen- als auch durch Fremdüberwachung statt. Darüber hinaus können Unternehmen ihr eigenes Qualitätsmanagementsystem nach Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 zertifizieren lassen.

Smart Factory

Der Begriff Smart Factory bezeichnet eine sogenannte intelligente Fabrik. Sie beschreibt das Ziel eines Zukunftsprojektes (Industrie 4.0) der Deutschen Bundesregierung, im Rahmen ihrer Hightech-Strategie. Durch Informatisierung klassischer Industriezweige und der Vernetzung von informatischen und softwaretechnischen Komponenten mit mechanischen und elektronischen Teilen über eine Dateninfrastruktur, wie zum Beispiel dem Internet, soll eine intelligente Fabrik entstehen. Eine Smart Factory zeichnet sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie aus. In ihr sind intelligente Komponenten in der Lage, kontextbezogene Aufgaben selbstständig zu übernehmen und sich autark zu organisieren. Eine Smart Factory ist flexibel, modifizier- und erweiterbar. Trotz hoher Komplexität stehen nutzerorientierte Bediensysteme im Vordergrund.

Teileerkennung

Der Begriff Teileerkennung beschreibt ein Verfahren zur Identifikation und Lokalisierung von Bauteilen, meist mit Ausgabe eines optischen oder akustischen Signals. Das Ergebnis dieser Prüfung dient zum Beispiel dazu, Industrieroboter zu veranlassen, zielgenau benötigte Bauteile aufzunehmen und zu verarbeiten.

Vollständigkeitsprüfung

Der Begriff Vollständigkeitsprüfung beschreibt deine Teildisziplin der Qualitätskontrolle und stellt ein elementares Verfahren für eine reibungslose Fertigung oder Produktion dar. Mittels Bilderkennungssystem oder Checkliste überprüfen Systeme oder Mitarbeiter alle prozessrelevanten Komponenten auf Vollständigkeit und gewährleisten einen ununterbrochenen Materialfluss und somit eine unterbrechungsfreie Produktion.

Warenausgangskontrolle

Der Begriff Warenausgangskontrolle beschreibt eine Teildisziplin des Qualitätsmanagements. Um eine vollständige und fehlerfreie Auslieferung zu gewährleisten, überprüfen automatische Systeme oder Mitarbeiter alle zur Auslieferung bereitstehenden Waren auf ihre Vollständigkeit und Fehlerfreiheit. Mittels Bilderkennungssystem sind Unternehmen in der Lage, diesen abschließenden Arbeitsschritt elektronisch zu dokumentieren.

Wareneingangskontrolle

Der Begriff Wareneingangskontrolle beschreibt einen Teilbereich des Qualitätsmanagements. Um einen reibungslosen und fehlerfreien Produktionsprozess zu gewährleisten, überprüfen automatische Systeme oder Mitarbeiter eingehende Ware bezüglich Menge, Vollständigkeit, Fehlerfreiheit und ob diese überhaupt geordert ist – dies entscheidet letztendlich über die Annahme oder Abweisung der Sendung.

 
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