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Montageassistenz

Assistenzsysteme: Konkurrenz oder Hilfestellung?

Unsere Welt wandelt sich. Und Schuld ist die Digitalisierung. Alle großen Blätter, vom Spiegel, über die Welt bis zur FAZ haben sich in den vergangenen Jahren bereits mit dem Thema beschäftigt. Die Zukunft, die dort gezeichnet wird, ist alles andere als rosig. Von einer „Zersetzung unserer Geschäftswelt“ (WELT, 13.11.2017, "Wie Internetfirmen unsere geschäfte zersetzen") ist die Rede, von einer „Gefährdung der Hälfte unserer Jobs“ (Spiegel Online, 28.04.2019, und von einer „Flutwelle“ (FAZ, 30.06.2014, "Jetzt revolutioniert das Internet die Arbeit") die unsere Wirtschaft hinwegspült.

 

Die Welt, die dort gezeichnet wird, ist düster. Massenarbeitslosigkeit, Leid und Krieg werden prognostiziert. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Aber sind Roboter, künstliche Intelligenzen und computergestützte Assistenzsysteme tatsächlich der Weg in den Untergang? Oder bieten diese Technologien nicht auch neue Chancen, neue Arbeitsplätze und neue Märkte?

Digitalisierung bis zum Untergang? Die Fakten:

1Fakt ist, dass zahlreiche Firmen wiederkehrende Tätigkeiten zunehmend von Robotern, Algorithmen und Programmen ausführen lassen. Besonders in Bereichen, in denen sich die Aufgaben leicht automatisieren lassen, werden Mitarbeiter ersetzt und Arbeitsplätze wegfallen. Welche das sein werden, lässt sich bereits heute gut prognostizieren.

2Fakt ist ebenfalls, dass die Maschinen immer intelligenter werden. Entsprechend vergrößert sich der Einsatzbereich, den die Systeme abdecken können. Die Digitalisierung greift deshalb auch zunehmend auf Berufsgruppen abseits der Produktion über. Auch in der Medizin, Bildung und Verwaltung gibt es Tätigkeiten, die ein Computer effizienter ausführen kann als jeder Mensch. Insbesondere die Verarbeitung und Verknüpfung von Daten wird automatisiert. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz werden diese Systeme immer leistungsfähiger und können aus den Daten bereits heute Handlungsempfehlungen ableiten.

3Fakt ist nicht zuletzt auch, dass insbesondere traditionsreiche Unternehmen dem digitalen Wandel hilflos gegenüberstehen. Das gilt für das Management ebenso wie für die Mitarbeiterschaft. Klassische Strukturen und Lösungsmethoden funktionieren nicht mehr. Veränderung ist gefragt und Anpassung gefordert. Dabei wird es Gewinner und Verlierer geben. Und auch wenn alte Arbeitsplätze verschwinden, es werden neue entstehen. Diese adäquat besetzen zu können, erfordert Umschulungen und Fortbildungen, am besten schon heute.

4Fakt ist deshalb auch, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter gar nicht entlassen wollen. Sie suchen nach neuen Lösungen und Ansätzen, um aus den neuen Entwicklungen Vorteile für alle Seiten zu ziehen. Aber um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, sind technische Anpassungen nötig. Zwischen vollständiger Automation und rein manueller Tätigkeit gibt es mit Assistenzsystemen eine weitere Lösung, den Arbeitsplatz von morgen zu gestalten.

Der neue Kollege ist digital

Assistenzsysteme kombinieren die Vorteile der computergestützten Datenverarbeitung mit den Fähigkeiten eines Menschen. Die entstehenden Synergieeffekte stellen je nach Einsatzgebiet eine fehlerfreie Fertigung, effizientere Lagerlogistik oder einen verlässlichen Warenausgang sicher. Teure Retouren, Materialverlust durch Fertigungsfehler und lange Anlernzeiten für Mitarbeiter entfallen.

Kerngedanke ist das effiziente Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Ein Computer ist weit besser und vor allem schneller darin, bestimmte Informationen aus einer riesigen Datenmenge herauszufiltern. Menschen dagegen sind weit besser in der Lage, komplexe Aufgaben zu erfüllen, Zusammenhänge zu erkennen und Fehler zu beheben. Dieses Potenzial zusammenzuführen und effizient zu nutzen, ist das Ziel digitaler Assistenzsysteme.

 

 

Von der Theorie zur Praxis

Eines der modernsten Systeme seiner Art ist der Schlaue Klaus. Der digitale Kollege unterstützt Mitarbeiter in zahlreichen Branchen und Aufgabenbereichen. Kern ist das Zusammenspiel aus visueller Erkennung und einer umfassenden Datenbank. Alle für den Mitarbeiter relevanten Informationen werden per Bildschirm ausgegeben. Dank seiner Flexibilität kommt er im Wareneingang, der Identifikation, der Montage, der Endkontrolle und im Warenausgang zum Einsatz.

Das neuronale Netzwerk, das im Hintergrund des Systems läuft, wird zunächst auf den Lagerkatalog, die einzelnen Arbeitsschritte oder das Produktportfolio des Unternehmens trainiert. Auf diese umfangreiche, ständig optimierte Datenbank greift der Assistent im Einsatz zurück. So können Bauteile blitzschnell erkannt und zugeordnet werden.

Werden einzelne Arbeitsschritte der Fertigung abgespeichert, erkennt das System Fehler und meldet diese dem Mitarbeiter, der umgehend korrigieren kann. Auch ein erfolgreich ausgeführter Arbeitsschritt wird angezeigt. Somit ist sichergestellt, dass keine fehlerhaft montierten Produkte das Unternehmen verlassen.

Eine umfangreiche Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte und die Möglichkeit, den Fertigungsprozess nachvollziehen zu können, ermöglicht auch im Warenausgang einen effizienteren Ablauf. Sie können durch den Einsatz eines Assistenzsystems sicherstellen, dass Pakete korrekt befüllt sind, und nachvollziehen, wann und auf welchem Wege diese das Unternehmen verlassen haben. Beschwerden, Reklamationen und anderen Anfragen von Kunden können Sie so mit stichhaltigen Argumenten entgegentreten.

Gemeinsam statt gegeneinander

Die digitalen Entwicklungen werden den Arbeitsmarkt, die Wirtschaft und Gesellschaft verändern. Vermutlich so umfassend und nachhaltig, wie zuletzt die industrielle Revolution. Doch diese Veränderungen kommen nicht von heute auf morgen und sind auch kein Grund zur Panik. Klug gesteuert und gemanagt wird der digitale Wandel zum Wohlstand aller beitragen.

Assistenzsysteme sind dabei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer neuen Arbeitswelt. Sie verbinden die Fähigkeiten von Mensch und Computer. So ist es Unternehmen möglich, Arbeitsplätze zu erhalten, die Qualität zu steigern und den Umsatz zu erhöhen. Kaum ein Roboter kann da noch mithalten.

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